Das erste Umschauen nach einem Wohnmobil

Weil die Forderungen nach einem Wohnmobil, oder das beschäftigen mit der Materie seitens meiner Frau immer akuter wird, habe ich beschlossen tätig zu werden. Die Tatsache, dass wir nur begrenzte Geldmittel besitzen (kennt jeder), grenzte die Suchmöglichkeiten genauso ein, wie die Aussage meiner Frau, das sie nicht mit einem Schlachtschiff zum Einkaufen fahren möchte. So blieb als mögliches Fahrzeug, wie schon erwähnt, ein kleinerer Alkhoven oder ein Kastenwagen übrig, wenn möglich gebraucht.

Glücklicherweise gibt es in unserer Nähe zwei recht gute Händler die viele Wohnmobile haben, sei es neu oder alt. Der eine liegt etwas nördlich von Itzehoe in Hohenaspe (Adresse unten), der andere ein bisschen nördlich von Norderstedt in Kayhude (Adresse unten).
Den in Kayhude besuchten wir am Samstag und konnten so noch in dem gut sortierten Zubehör-Geschäft stöbern, in dem es neben Dingen für’s Wohnmobil und Caravan auch Kleidung und Grill-Zubehör gab. Die mehr als 400 Fahrzeuge (Caravan & Wohnmobile) haben uns knapp zwei Stunden beschäftigt, weil wir viele von ihnen von innen Besichtigt haben und nach und nach herausgefunden haben, was zu uns passt.

Für uns war es wichtig ein zusammenhängendes Bett zu haben (es gibt wirklich welche, die Einzelbetten haben), meiner Frau war es zudem wichtig eine recht gut zugängliche Küche zu haben (wo ich doch im Urlaub meist koche). Auch ausschlaggebend ist ein Bett, das man nicht extra aufbauen muss, was bei recht vielen so zu sein scheint. Im Endeffekt blieben von den unzähligen Fahrzeugen noch 2 übrig, ein kurzer Alkhoven von Dethleffs mit einer Länge von 6,48 Meter und einer Breite von 2,33, was auch nicht gerade zierlich ist und einem Preis von knapp 50K. Das zweite Fahrzeug kam von Globecar (ein Globescout) der nur 5,99 lang ist und eine Breit von knapp über 2 Meter hat, bei einem Preis von fast 40K.
Das erste Auto lang außerhalb unserer finanziellen Vorstellungen, das zweite lag in meiner Schmerzgrenze. Fazit des Tages war: Es ist nicht einfach!

Am Sonntag sind wir dann zur Wohnmobil-Galerie nach Hohenaspe gefahren und haben den Schautag genutzt um dort zu stöbern. Wiederum wurden wir von den Angebotenen Fahrzeugen für ein paar Stunden in Beschlag genommen, wobei wir mit dem Wissen vom Tag davor weitaus schneller aussortieren konnten. Übrig blieben wieder zwei Fahrzeuge, ein Ford Nugget Baujahr 2013, mit nur 4,86 Länge und unter 2 Meter Breite für unter 30K, dabei aber überraschend geräumig und gut verarbeitet. Zweites Fahrzeug war ein Westfalia Club Joker, der allerdings auf dem Parkplatz stand und wahrscheinlich einem Kunden gehörte.

Zu Hause angekommen habe ich mich dann um diese letzten beiden Fahrzeuge gekümmert und sie verglichen. Zum Beispiel mit diesem Artikel von Promobil. Dabei habe ich festgestellt, das es vom Nugget ein neues Modell gibt, das auch wirklich schön aussieht, nicht so ein Kasten wie der ältere. Weil der Joker „unglaublich“ teuer ist, scheint unsere Wahl nun recht fest zu stehen: Ford Nugget

Adressen Händler:

Wohnmobil-Galerie GmbH
Burgviert 5 – 7
25582 Hohenaspe
http://www.wohnmobil-galerie.de
E-Mail: info@wohnmobil-galerie.de

Schwarz Mobile Freizeit GmbH
Segeberger Str. 5

23863 Kayhude


http://www.schwarz-mobile-freizeit.de
E-Mail: info@schwarz-mobile-freizeit.de

Die Entscheidung zum Wohnmobil

Die Entscheidung zu einem Wohnmobil ist eigentlich im letzten Herbst gefallen. Hintergrund ist die Tatsache das meine Frau gerne mehr unterwegs sein würde und mehr erleben möchte, ich aber eher der häusliche Typ bin. Ich verzichte nicht gern auf mein Sofa, meinen Laptop und meine gewohnte Umgebung. Da man aber als guter Ehemann kompromissbereit sein sollte haben wir uns zusammen Gedanken gemacht wie man mehr erleben, sehen und zusammen machen kann, ohne auf die Bequemlichkeiten der eigenen Umgebung völlig zu verzichten.

Der Vorschlag meiner Frau zum Thema Camping traf bei mir auf völlig taube Ohren, ich bin weiß Gott überhaupt kein Camper, eher der Typ zurückhaltender Programmierer und habe ich so meine Probleme mit echten „Campern“. Für diese Art von Urlaub muss man ein völlig anderer Mensch sein. Ich kenne einige dieser Menschen und verstehe was sie am Campingplatz und den Leuten dort mögen, ich hingegen habe nach ein paar Versuchen entschieden „Nee!“ – das ist nix für mich!

Die Entscheidung in Richtung Wohnmobil fiel, als meine Frau mal wieder über unser Familienauto, einem VW Caddy meckerte, der nach ihrer Meinung, bei gerade einmal fünf Jahren auf dem Buckel, zu viele Macken hätte. Da die Finanzierung noch ein bisschen läuft, und ich bei den Mängeln immer darauf hinweisen muss, das dieses Auto auch nur knapp 16K gekostet hat und man nicht die Maßstäbe eines 40K-Autos anlegen sollte, kam der erste Vorstoß in Richtung größeres Auto mit Möglichkeiten zum Übernachten selbstverständlich von meiner Frau.

Als Mann der Tat (lacht ruhig), habe ich sofort das Internet durchforstet um Informationen, Möglichkeiten und Preise zu erfahren. Eins stand ziemlich schnell fest: das Thema wird nicht billig!

Ein Wohnmobil ist ein ziemlich teurer Spaß, egal welche Art man haben möchte.
Es tat sich schnell eine völlig neue Welt auf mit Begriffen wie: Wohnkabine, Kastenwagen, Alkoven, teilintegriertes Wohnmobil oder vollintegriertes Wohnmobil. Zuerst nur abstrakte Begriffe, die schnell in für mich sinnvolle Begriffe umgesetzt habe.

Ein vollintegriertes Wohnmobil ist eigentlich das, was man als richtiges Wohnmobil bezeichnen kann. Ein Teilintegriertes ist ein Wohnwagen auf einem Kleintransporter, der ziemlich genauso viel platz bietet wie ein Vollintegriertes. Ein Wohnmobil mit Alkhoven ist einer, mit einem Gnubbel auf dem Dach, worin man schlafen kann und der auch reichlich platz bietet, weil man ja über dem eigentlichen Wohnraum schläft. Ein Kastenwagen ist ein Lieferwagen, Kleinbus oder Van mit einem Innenausbau der dieses Fahrzeug zum Wohnmobil macht, bekanntester Vertreter dürfte hier der VW-Bus sein. Dann noch die Wohnkabine, die im Prinzip ein kleiner Wohnwagen ohne Räder ist, der auf die Ladefläche von Pickups oder Kleinlastern geschnallt wird.

Der Ausspruch meiner Frau „Ich fahre aber nicht mit solch einem Riesenschiff zum Einkaufen!“ begrenzte die Auswahl der Möglichkeiten sofort um einen großen Teil. Aber wie meist hat sie schon recht, da dieser Wagen zugleich auch das Familienauto wäre, mit dem man zum Einkaufen und so weiter fährt, macht sich ein Monster von sieben Meter nicht so gut.
Meine Großartige Idee, dann eine Wohnkabine zu nehmen, und einen Pickup zu fahren, stieß bei meinem Sohn auf völlige Zustimmung (logisch), bei meiner Frau auf ein eher zurückhaltendes „Schau mal was das kostet und wie groß die so sind.“ Kurz gesagt, es kostet nicht viel weniger, oder je nach dem was man will sogar mehr, als ein normales Wohnmobil und hat dafür recht wenig Platz. Einziger Vorteil ist der austauschbare Fahrzeugteil und die Möglichkeit die Kabine herunterzunehmen, was meine Frau aber mit „So ein Teil will ich nicht im Garten haben!“ abschmetterte.

Blieben also noch kürzere Alkoven-Wohnmobile und Wohnmobile im Format Kastenwagen/Van. Bei denen es auch eine ziemlich breite Palette von Arten, Größen und Formen gibt, was einem die Auswahl nicht leichter macht.

Mittlerweile hatte mich der Gedanke an die verschieden Möglichkeiten eines Wohnmobils gefesselt, ich konnte zum einen Unterwegs sein, trotzdem auf meinem Sofa (Sitz) herumlungern. Ich musste zwar einige Abstriche machen, konnte mir aber schon vorstellen, dass ich damit klar kommen konnte. Außerdem bedeutete Unterwegs zu sein zugleich auch neue Motive für meine Kamera zu finden und so endlich auch diesem Hobby wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Schlussendlich stand nun also bei uns beiden (bei meiner Frau trotzdem mehr als bei mir) fest, dass wir ein Wohnmobil haben wollten. Die Entscheidung welcher Art dieses sein sollte und wie viel wie dafür investieren konnten/wollten blieb aber weiterhin offen und in Diskussion.

–fb